Corona, Covid 19 in Kolumbien

Reiseinformationen und die voraussichtliche Zukunft des Reisens und wie wir als Reiseagentur darauf reagieren.

Corona/Covid19, ist auf den ersten Blick gesehen ein Wortsynonym, dass erst einmal nicht viel aussagt. Aber seine Existenz sowie seine folgenschweren Auswirkungen hat die Menschheit und die Wirtschaft weltweit voll erwischt.

Die milliardenschwere Tourismusbranche war vielleicht der erste Sektor, der den wirtschaftlichen Schlag des Coronavirus zu spüren bekam, und wird einer der letzten sein, die sich davon erholen wird. Das ist keine Schwarzmalerei, sondern eine Realität.

Wir, als sogenannte Betroffene haben uns in den vergangenen Tagen viel mit diesem Thema beschäftigt, denn die Rezession, die das Corona-Virus in vielen wirtschaftlichen Bereichen auslösen wird, steht schon fast vor der Tür.

Wie gehen wir damit um und wie sehen wir unsere Zukunft im Tourismus in Kolumbien?

Blicken wir ein wenig zurück. Wir als kleine, individuelle Reiseagentur haben schon seit über 10 Jahren umweltfreundlichen und individuellen Tourismus praktiziert und mit Leben gefüllt.

Unsere Philosophie bestand schon immer darin, dass wir Rundreisen durch Kolumbien speziell nur für Einzelreisende, für (Ehe-) Paare u./o. Familienmitglieder u./o. für befreundete kleine Gruppen ganz persönlich auf die Wünsche dieser Personen/Gruppen erarbeitet und durchgeführt haben. Das gleiche traf/trifft auch für unsere Tagestouren zu. Diese wurden nur im privaten Rahmen für unsere Gäste durchgeführt. Und natürlich vorwiegend zu Zielen, die sich fernab vom Massentourismus befanden und von uns eigens kreiert wurden.        

Es ist gerade unsere Unternehmensphilosophie, die uns nicht pessimistisch, sondern optimistisch in die Zukunft blicken lässt.  

Aber wie sieht die Zukunft des internationalen Tourismus in Kolumbien aus? Nun, wir sind keine Wahrsager, aber aufgrund von Gesprächen mit kolumbianischen Tourismusanbietern/Organisationen sowie Analysen von Fakten sind folgende Tendenzen logisch und die Wahrscheinlichkeit, dass sie eintreffen werden, recht hoch.

Ein wichtiger Faktor dabei ist die Flugbranche, die üblicherweise die Mehrzahl der Touristen ins Land bringt. Sie wird Zeit brauchen, um sich zu normalisieren. Obwohl die Fluggesellschaften sagen, dass sie bereit sind den Betrieb wieder aufzunehmen, sobald die derzeitige obligatorische Isolation endet, wird inoffiziell davon ausgegangen dass die Regierung die Wiederaufnahme des kommerziellen Betriebs noch nicht zulassen wird. Höchstwahrscheinlich werden ab 1. Juni diesen Jahres die Routen mit geringeren Flugfrequenzen wieder aufgenommen. Der Normalisierungsprozess  des internationalen Flugbetriebes kann durchaus mehrere Monate dauern und man weiß noch nicht, wie sich die Flugpreise dabei entwickeln werden.  

Einige Fachleute gehen davon aus, dass die Preise aufgrund der geringen Nachfrage sinken werden, aber andere wiederum sagen, dass dies aus zwei Gründen nicht der Fall sein wird. Denn es ist möglich, dass Fluggesellschaften zeitweise als vorbeugende Maßnahme gezwungen sind, z. B. die Sitze in der Mitte nicht zu verkaufen, um einen Mindestabstand zwischen den Passagieren als prophylaktische Gesundheitsmaßnahme einzuhalten.

Der zweite Grund ist, dass die Reinigungs- und Präventionsmaßnahmen erhöht werden. Mit anderen Worten, jedes Flugzeug muss zwischen den Flügen länger am Boden sein, um die viel anspruchsvolleren Hygieneprotokolle einzuhalten. Und Fluggesellschaften müssen möglicherweise zusätzliches Personal haben, um vor jedem Flug alles zusammenzustellen. Dies führt zu einer geringeren Betriebseffizienz, was zu höheren Kosten führt.

Welches Klientel wird das erste sein, das nach der abgeklungenen Pandemie reist und welche Form des Reisens wird es sein?

Wir gehen davon aus, dass die während der Coronakrise angewiesenen Vorsichtsmaßnahmen, wie Meidung von Menschenansammlungen noch weiter bestehen bleiben und aus Sicherheitsgründen als prophylaktische Maßnahme vielerorts weiterhin gelten werden. Deshalb werden zum einen die Leute lieber für sich als Paar, Familie oder Freunde und relativ isoliert wie möglich vom Rest der Touristen reisen wollen. Hier sehen wir für uns den Pluspunkt, denn wir sind mit unseren Reiseangeboten und Touren genau darauf spezialisiert, weg vom Massentourismus und individuell zu reisen.  

Weiter gehen wir davon aus, dass dieses Klientel Regionen und Übernachtungen bevorzugen, die in ihrer Weise eher individuell und persönlich die schönsten Reiseregionen mit ihrer Natur sowie Fauna und Flora erleben wollen.
Und sobald die Beschränkungen aufgehoben sind, können Sie als Erstes die spektakulären Naturziele oder Küsten bereisen und sich über saubere Meere, Küsten, erholte Natur, Flora und Fauna  freuen. Denn es gibt durchaus auch positive Auswirkungen der weltweiten Virus-Pandemie und der damit verbundenen Beschränkungen. Weltweit erholt sich die Natur. Meere werden klarer, Tiere erobern ihren natürlichen Lebensraum zurück, den der Massentourismus ihnen Stück für Stück genommen hatte.          

In der Zeit nach Covid19 wird voraussichtlich Massentourismus a la Kreuzfahrten eine längere Zeit gewaltige Einbußen hinnehmen müssen. Obwohl viele Menschen z.B. in Cartagena von mehr als 200.000 Kreuzfahrttouristen/Jahr leben, sollte man dennoch auch die Natur im Auge behalten. Nicht nur das Meer wird dankbar sein.

Ein anderes Problem werden Hotels haben. Es bleibt abzuwarten, ob die Touristen am Anfang gleich wieder große Hotels mit Büfett bevorzugen (Menschenansammlungen) oder werden sie eher kleine Hotels bevorzugen? Das wird sich zeigen.

Wir als Cafeteratours haben vorwiegend kleine, charmante und originelle Hotels im Programm. Allerdings können wir Stand heute nicht sagen, ob diese nach der Pandemie überhaupt noch existieren. Ebenso ist fraglich, ob alle Partner von uns, die Transport- und Guideleistungen angeboten haben, die Krise überstehen werden.

Aufgrund der nicht vorhersehbaren Entwicklungen, die die Pandemie mit sich bringen wird, werden wir Neuanfragen für Kolumbienrundreisen, Bausteine und Touren erst für Termine ab Ende September 2020 wieder annehmen bzw. bearbeiten. Es wird auch eher unwahrscheinlich sein, dass es vorher wieder internationale Flüge in größerem Umfang geben wird. Zudem müssen wir vor einem Neustart des Tourismus die Verfügbarkeit aller unserer Partner prüfen.

Wir schätzen, dass die Rückkehr des internationalen Tourismus in größerem Umfang erst im Jahr 2021 wieder an Fahrt gewinnt. Große und bekannte Events in Kolumbien, wie z. B. die gigantische und prächtige Blumenmesse Anfang August in Medellin, die viele in- und ausländische Besucher anlockt, wird es dieses Jahr wahrscheinlich eher nicht geben. Die Durchführung andere Events stehen ebenfalls zur Disposition.  

Jedoch, die Ersten unter den Reisenden werden wie vor 10 Jahren wieder einen beschaulichen, natürlichen Individualtourismus mit erholter Natur vorfinden.

Wir gehen auch davon aus, dass Reisende es bevorzugen werden in privaten Fahrzeugen im Land unterwegs zu sein. Dafür steht in der Kaffeeregion unser eigenes Fahrzeug, sowie weitere Partnerfahrzeuge zur Verfügung. Private Autorundreisen sind zudem eine gute, wenn auch ein wenig kostenintensivere Möglichkeit, das Land und seine Sehenswürdigkeiten privat und exklusiv kennenzulernen.

Die Highlights sowie die Naturschätze Kolumbiens, wie Cartagena, San Andres und Providencia, die Kaffeeregion, der Pazifik, der Amazonas sowie die kolonialen Schmuckstücke Villa de Leyva, Raquirá und Barichara oder die präkolumbianische Region um San Agustin werden Sie erwarten. Und wir ebenfalls!

Herzlichst - Ihr Team von CAFETERATOURS