Die Bonita Farm - ein lohnendes Ausflugsziel

Die Bonita-Farm, Schmetterlinge und mehr...                                              <  >

Die private Farm liegt unscheinbar, etwas versteckt am Fuße des Alto del Nudo und lädt ein, nicht nur die Schmetterlinge und ihren Lebensweg hautnah zu verfolgen.

Wenn Juan Carlos, der Besitzer dieser Farm die Tore öffnet, erstreckt sich dem Besucher ein idyllisches Naturrefugium, in dem exotische Tiere und Pflanzen nicht nur zu Hause sind, sondern auch besonders gepflegt, erhalten und geschützt werden. Das Herzstück und die Passion der Bonita-Farm befindet sich gleich links neben dem Eingang, nämlich das Schmetterlingshaus. Hier hat alles seinen Anfang, seinen Grund, warum es diesen Bioparque gibt.

Juan Carlos und seine Mitarbeiter widmen sich ganzer Leidenschaft der Aufzucht von Schmetterlingen, für die er auf seinem Grundstück genug Raum geschaffen hat. Was meint er mit „Raum“ geschaffen hat? Ich frage ihn danach. Und somit beginnt ein überaus lehrreicher und interessanter Lehrpfad, auf dem ich noch so manches Exotisches erleben werde.

Juan Carlos Noreña Tobón
Juan Carlos Noreña Tobón

Also gehen wir los. Schon nach kurzer Zeit hält er inne und zeigt uns eine Pflanze. Beim Betrachten fällt mir erst gar nichts auf. Doch beim näheren Hinsehen bemerkte ich unter den Blättern so etwas wie Insekteneier. Es sind Schmetterlingseier. Und schon ist Juna Carlos in seinem Element und erklärt uns die verschiedenen Entwicklungsstufen dieser wunderschönen Tiere. Wir lernen, dass die Schmetterlingseier nicht einfach auf Blättern abgelegt werden. Nein, sondern bestimmte Schmetterlingsarten legen ihre Eier nur auf Blättern von bestimmten Pflanzen ab.

 

Er zeigt auf einen herrlich gelben Schmetterling, der diese Pflanzenart bevorzugt und seine Eier dort ablegt. Ein anderer Schmetterling, ein schöner schwarz-blauer, der gerade seine Runde dreht, bevorzugt eine andere Pflanze.

Wir gehen den ökologischen Pfad weiter und kommen im Schmetterlings-Laboratorium an. Hier zeigt er uns die Aufzuchtstation. Angefangen von den abgelegten Eiern, die sich zu Raupen entwickeln, dann verpuppen, um später als prachtvoller Schmetterling in die Natur entlassen zu werden. Wir kommen aus dem Staunen nicht heraus. So praxisnah und mit vielen Informationen hat uns noch niemand die Lebensweise der herrlichen Schmetterlinge erklärt.

Aber Juan Carlos beherbergt und kümmert sich nicht nur um Schmetterlinge. Ab jetzt wird

alles noch exotischer. Er stellt uns seine anderen Mitbewohner vor. Die Tarantel. Noch nie zuvor hatte ich diese Spinnenart so hautnah erlebt. Dabei habe ich eigentlich eine Spinnenphobie. Auch hier erfahren wir viel Wissenswertes über diese Tiere und das so manches Negative fälschlicherweise immer noch verbreitet wird. Ich lasse mich von der Ungefährlichkeit der Tarantel überzeugen und halte sie sogar in meinen Händen.

Dann legt er noch eins oben drauf. Er zeigt uns seine Schlangen, die er in seinen kleinen Terrarien hat. Auch hier merkt man, er kennt sich in den heimischen Schlangenarten aus. Ich mache sogleich wieder die hautnahe Bekanntschaft mit einer Schlange, einer ungiftigen Dreiecksnatter. Auch Schlangen gehören normalerweise nicht zu meinen Kuscheltieren. Aber die Neugier ist größer und so lasse ich mir die Dreiecknatter in die Hände geben.

 

Aber am Besten, man besucht Juan Carlos auf seiner Bonita Farm selbst. Es ist ein Vergnügen mit ihm durch sein ökologisches Anwesen zu spazieren und all die exotischen Pflanzen und Tiere selbst zu erleben.