Die Kaffeeregion, Kaffeezone, la Zona Cafetera

Das Eje Cafetero landestypisch auch Triángulo del Café (Kaffeedreieck)                <  >
genannt befindet sich im Zentrum der Andenregion etwa 200 km westlich von Bogotá im Herzen von Kolumbien. Sie bietet Natur, Ursprünglichkeit und wunderschöne Landschaften. Das Kaffeedreieck besteht aus den drei Departamentos Caldas, Quindío und Risaralda. Relativ im Zentrum davon befindet sich Pereira, die Hauptstadt von Risaralda.

Regen- und Nebelwald, Orchideen, exotische Vögel, Kaffee- und Bananenplantagen und wunderhübsche Bergdörfer, dazu herrliche Ausblicke, Wanderwege, Thermalbäder und vieles mehr findet man in einer der schönsten Regionen Kolumbiens, der Kaffeeregion.

Die Kaffeezone wird auch Kaffee-Kulturlandschaft genannt. Die UNESCO-Kommission hat im Jahr 2011 entschieden, diese Kulturlandschaft als Weltkulturerbe zu schützen und für die nachfolgenden Generationen zu erhalten. In Anwesenheit des Präsidenten Juan Manuel Santos wurde im August des Jahres 2011 stilgerecht im Parque del Café in Montenegro die Kaffeezone offiziell zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Bekannt ist die Kaffeeregion auch unter dem Namen "Coffee Cultural Landscape" oder "Paisaje Cultural Cafetero". Zirka 24.000 Kaffeefarmen produzieren hier einen der besten Kaffees der Welt.

Pereira, mitten im Zentrum des Eje Cafetero am Fuße der Anden gelegen, bietet Gästen aus aller Welt den optimalen Ausgangspunkt für attraktive Ausflüge in die faszinierende und tropische Umgebung. Pereira als auch die nicht weit entfernten Städte Manizales und Armenia besitzen eigene Flughäfen und dadurch ist eine direkte Flugbuchung von Deutschland via Bogota problemlos möglich. Beherrscht wird diese Region von üppiger Vegetation, von den äußerst abwechslungsreichen  Landschaften der Anden und einer Vielzahl von Kaffee-, als auch Bananenplantagen.

Der „touristische“ Reichtum dieser Region liegt im Kennen lernen der authentischen, kolumbianischen Kultur, im Erleben der faszinierenden, unvergleichlichen Natur mit seinen vielfältigen Angeboten bis hin zu sportlichen Aktivitäten, wie Mountainbiketouren.

Die drei, oder besser vier Departements hier im Eje Cafetero unterscheiden sich hinsichtlich Topografie und Flora erheblich und bieten daher einen wunderbaren Kontrast. Das Valle de Cauca zieht sich von Cartago bis Cali in einem ganz flachen Streifen. Das Quindio ist eher eine Hügellandschaft. Risaralda gibt schon einen Ausblick auf höhere Berge frei, die Täler sind weit. Und im Caldas erwartet Sie schon die Hochgebirgskette der mittleren Kordillere. Die Berghänge sind hier steiler, der Kaffeeanbau noch beschwerlicher. 

 

Beginnen wir mit einem Ausflug nach Salento und dem Cocora Tal. Es erwartet Sie in Salento der Mirador, die Calle de Artesania mit ihren wunderhübsch gestalteten Balkonen. Im Valle de Cocora die berühmte Cera Palmen, viele farbenprächtige Vögel, wie Kolibris und der majestätisch anmutende Barranquero.

Vom Tal aus gehen Wanderwege in die Berge der Andenkette. Unterwegs finden wir seltene Orchideen selbst am Wegesrand, Bromelien und eine Vielzahl von Pflanzen, die es nur hier ab Höhen von über 3.000 m gibt. Rund um Salento gibt es schöne Wanderwege mit fantastischen Ausblicken in die Bergwelt.

Otún Quimbaya ist ein Naturpark im Department Risaralda, der von Pereira aus in weniger als 30 min erreichbar ist. Auch hier, die Natur satt grün, großblättrige Pflanzen, Farne, die an die Dinosaurierzeit erinnern und natürlich wieder Vögel in Hülle und Fülle.

Dieses Gebiet wird nicht nur von Laien, sondern auch von Ornithologen intensiv zur Vogelbeobachtung genutzt. Auch eine Wanderung zu einem prächtigen Wasserfall sollte man sich dort nicht entgehen lassen, inklusive der Beobachtung vieler Schmetterlinge.

Der Alto del Nudo ist der "Hausberg" von Pereira. Steile Berghänge, viele einzelne Fincas prägen das Bild. Rund um den Berg wird Kaffee angebaut. Aus der Vogelperspektive kann man das Eje Cafetero im Paragleiter vom Startpunkt unterhalb des Gipfels des Aldo del Nudos erleben. Hin und wieder kreutzt hier oben eine grüne ungiftige Natter, die bis 2,80 m lang werden kann, den Weg. Aussichten bis zu den schneebedeckten höchsten Bergen/Vulkanen in der Kaffeeregion mit eingeschlossen. Auch der super schöne Blick auf die Städte Pereira und Dosquebradas beeindruckt.

 

Eine Attraktion, die Christusstatue in Belalcázar. Unterwegs säumen rechts und links Kaffee- und Bananenplantagen die Straßenseiten, sowie jeweils der weite Blick zum Rio Cauca und Rio Risaralda. Heliconias und viele andere Blütengewächse zieren den Weg.

Die Natur ist so unglaublich vielfältig. Im Valle de Cauce herrscht der Zuckerrohranbau vor, je höher man kommt, wechseln sich Bananen-, Kaffee- und Obstplantagen bis hin zum Gemüseanbau ab. Die Kaffeeplantagen erstrecken sich bis um die 2.000 m. Deshalb wird der Kaffee auch als Hochlandkaffee bezeichnet. In der Blütezeit duften die Blüten der Kaffeesträucher in vielen verschiendenen Noten. 48 verschiedene Düfte von Kaffeeblüten zählt man weltweit.

Dazwischen erstrecken sich kleine Wälder des Guadua. Eine Bambusart, die mit 34 Arten in vielen Teilen Südamerikas vorkommt. Guadua wächst bis max. 20 cm pro Tag. Er ist ein sehr beliebter Rohstoff zum Bauen und zur Verwendung für Artesanias. Dazu ein wahrer CO² Killer. Zirka vier Jahre benötigt der Guadua bis zur Reife und kann dann in den frühen Morgenstunden gefällt werden. Zu dieser Zeit enthält er das wenigste Wasser.

 

Die außergewöhnlich schöne Natur ist auch die Heimat vieler Vogel- und Schmetter-lingsarten. Aber auch Spinnen und tropische Schlangen sind hier zuhause. Die meisten im Eje Cafetero vorkommenden Schlangen sind jedoch ungiftig. Vogelspinnen, die bei weitem nicht so giftig sind, wie mancher denkt, trifft man in freier Natur eher selten, weil sie nachtaktive Tiere sind. Auf eine Spinne sollte man jedoch achten. Mit Vorsicht sollte man abgelegene Kaffee- und Bananenplantagen betreten, denn dort ist ihre Heimat. Sie ist die giftigste hier in der Kaffeeregion. Bei einem Biss benötigt man unverzüglich ärztliche Versorgung.

In schwer zugänglichen Gebieten gibt es Tapire, Brillenbären, Pumas, Brüllaffen  und Hirsche. 

Die atemberaubende Natur, der gigantische Pflanzenreichtum, die vielen verschiedenartigen Vögel und Schmetterlinge, wunderschöne Wolkenformationen, besonders in der Regenzeit lassen die Kaffeezone ein Paradies für Naturliebhaber werden. Düfte von Eukalypthuswäldern, Zwiebelfeldern und -zig verschiedenen Kräutern wie Citronella begleiten Sie auf Wanderungen durch die üppige Naturlandschaft.

 

Hier noch ein Video der Bergwelt im Eje Cafetero